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"Eis Schoul": Inclusioun a sozial Kompetenze stinn am Virdergrond

Luxemburg aktuelle achrichten - So, 04/12/2020 - 20:00
An der Ganzdagsschoul um Kierchbierg "Eis Schoul" stinn d'Inclusioun an d'sozial Kompetenzen zënter der Grënnung viru knapp 11 Joer am Virdergrond.

Müssen Revolutionen immer laut sein?

Rumänien aktuelle Nachrichten - So, 09/22/2019 - 12:24

Wenn einem der Begriff Revolution im Alltag begegnet, denken die meisten Menschen wahrscheinlich an Revolutionen, die laut waren, die allen Mitwirkenden präsent waren und die die Grundbausteine einiger heute gängigen Praktiken sowohl in Politik als auch in der Gesellschaft legten. Besonders nach der Französischen Revolution Ende des 18. Jahrhunderts assoziierte man mit dem Begriff vor allem einen gewalttätigen oder sogar blutigen Umsturz, Menschenmassen und politische Forderungen. Vielen Menschen in Rumänien sind die dramatischen Ereignisse der Revolution von 1989 noch sehr lebendig im Bewusstsein.
Doch müssen Revolutionen immer aktiv geführt werden? Muss den Akteuren einer solchen immer bewusst sein, dass sie sich gerade in einer Revolution befinden? Und vor allem: Müssen Revolutionen immer laut sein? 

Die Antwort auf diese Frage ist ebenso kurz wie simpel: Nein, all das müssen sie nicht. Bestes Beispiel dafür ist eine Revolution, die jedem von uns jeden Tag allgegenwärtig ist, die sich vor vielen Jahrzehnten in der Gesellschaft etabliert hat, und die auch nicht den Anschein macht, als würde sie irgendwann „gestoppt“ werden: Die Digitale Revolution. Angefangen mit der Einführung des Arpanets (Vorläufer des Internets) in den frühen siebziger Jahren über erste digitale Kameras und letztendlich die Einführung der Smartphones, lässt uns diese Revolution bis heute nicht los. Tiefgreifend für die Gesellschaft ist sie allemal, auch wenn sie nun schon seit Jahrzehnten eher nebenher läuft und wahrscheinlich nur den wenigstens Menschen bewusst ist, wie sehr diese Revolution den Alltag und das Verhalten der Menschen prägt. 
Um diesen Themenkomplex ging es am 16. September beim Eröffnungstalk der Cultural Management Academy 2019 im Goethe-Institut in Bukarest. Moderiert vom neuen Leiter des Instituts, Joachim Umlauf, wurde unter besonderer Mitwirkung von Patricia Gouveia der Fakultät für Schöne Künste der Universität Lissabon diese Thematik vielseitig beleuchtet.

Besonders die Frage, wie sich Kunst und Kultur im Zeitalter der digitalen Medien entwickeln und wie sie dadurch die Gesellschaft beeinflussen, wurde zum Hauptanliegen der Veranstaltung.
In der Kommunikationswissenschaft gelten Medien als Vermittler zwischen Individuum und Gesellschaft, als Verbindung zwischen Innen und Außen gewissermaßen. Das World Wide Web ist voll von Webseiten und Blogs kunst- und kulturschaffender Personen und Institutionen, die sich so nach außen präsentieren. So ist der eigene Blog eines jeden Künstlers sein „Weg“ in die Gesellschaft, die Tür nach draußen. Patricia Gouveia sieht es gerade in dieser Branche als besonders wichtig an, dass Kunst- und auch Kulturakteure gut mit ihrer Umwelt vernetzt sind. In einer so stark globalisierten Welt, wie wir sie heute erleben, sei es wichtig, ein breites Spektrum an Möglichkeiten zu haben, sich auf andere Dinge einzulassen und Kontakt zu Industrien zu suchen, die auf den ersten Blick vielleicht gar nicht mit der eigenen Arbeit zusammenpassen. 
Ein gutes Beispiel für diese branchenübergreifende Zusammenarbeit wäre hier die Verknüpfung von Design und Ingenieurwesen. Die Integration von dem Einen in das Andere birgt neue Möglichkeiten, gibt Denkanstöße und lässt ganze Themenkomplexe in anderem Licht erscheinen. Neue Technologien und Ideen entstehen und lassen die Kreativwirtschaft und ihre Medien, ihre Verbindung zur Außenwelt, „neu“ aufblühen. 

So ist beispielsweise in dem Bereich der Gamification (von engl. Game: Spiel) im Jahr 2009 ein Konzept veröffentlicht worden, welches darauf abzielte, das Verhalten von Menschen durch die Mitwirkung von Spaß und Witz zu verändern. Innerhalb dieses Projektes gab es verschiedene Situationen, in denen Gamification aktiv angewendet wurde. Etwa wurde ein in der Öffentlichkeit stehender Mülleimer installiert, der einen Ton von sich gab, der ihn bodenlos erscheinen ließ. Dieser Ton des unendlichen Falls eines Gegenstandes und der dumpfe „Aufprall“ am vermeintlichen Boden verleitet tatsächlich Menschen aller Altersgruppen dazu, herumliegendes Plastik und anderen Müll in den Eimer zu schmeißen – weil es ihnen Spaß brachte. Gleiches Prinzip galt den „Piano-Treppen“, wobei eine Treppe mit einer Klaviertastatur präpariert wurde. Deutlich mehr Personen als üblich nutzten während dieser Installation die Treppe statt der Rolltreppe, die direkt daneben war. 

So wird die Gesellschaft praktisch unwissend durch die Gamification dazu verleitet, ihr Verhalten zu verändern. Es geht hierbei vor allem um bürgerliches Engagement, um die indirekte Einführung von spielerischem Design in das alltägliche Leben der Gesellschaft. 
Der kanadische Kommunikationstheoretiker Marshall McLuhan (1911 – 1980) beschäftigte sich seinerzeit ausführlich mit Medien und deren genauen Auswirkungen auf Individuum und Gesellschaft. Zwar waren seine Schriften in Teilen durchaus umstritten, allerdings muss man ihm zuschreiben, dass er in einigen Punkten recht behalten sollte. So empfand er es als entscheidend herauszufinden, wie jedes Medium in spezifischer Weise die menschliche Wahrnehmung und das Denken beeinflusst. Er ging davon aus, dass wir als Gesellschaft die Werkzeuge (die Medien) formen und diese wiederum die Gesellschaft formen und beeinflussen. Diese Annahme in den Kontext der Digitalen Revolution und der Art, wie sie unsere Gesellschaft formt, gestellt, ist es fast offensichtlich, wie sehr diese unser aller Leben beeinflusst. 

Zwar kam die Digitale Revolution und alle mit ihr verknüpften Projekte nicht plötzlich und auch nicht laut, ist nicht gewalttätig oder wird niedergeschlagen, dennoch hatte sie bisher und wird sie auch in Zukunft einen großen Einfluss auf unsere Gesellschaft haben – und wenn es nur darum geht, Menschen durch einen scheinbar bodenalosen Mülleimer dazu zu bringen, Müll vernünftig zu entsorgen. 
 

2 schwéier Blesséierter: Um Samschdeg gouf et e sëllechen Accidenter mat Motorrieder

Luxemburg aktuelle achrichten - So, 09/22/2019 - 11:26
Zu Kanech, Fluessweiler, Esch/Uelzecht, Veianen an an der Stad gouf et am Laf vum Samschdeg all Kéiers Accidenter, an déi Motocyclisten involvéiert waren.

RTL-Presseclub vum 22. September: Félix Braz, Brexit a Roberto Traversini

Luxemburg aktuelle achrichten - So, 09/22/2019 - 11:10
Ënnert anerem dat sinn d'Sujeten am Presseclub, e Sonndeg tëscht 11 an 12 Auer op Radio Lëtzebuerg an am Livestream op RTL.lu.

Weltliga für Frauen - Infantino: Club-WM im "nächsten oder übernächsten" Jahr

Italien aktuelle Nachrichten - So, 09/22/2019 - 10:33
Mailand (dpa) - FIFA-Präsident Gianni Infantino hat seinen Wunsch nach einer Weltliga für Frauen-Nationalmannschaften bekräftigt. "Wir werden es solange wieder auf den Tisch bringen, bis es verabschiedet wird", sagte der Schweizer am Sonntag bei der Fußball-Konferenz des Weltverbands am Vortag der W

FOTOGALERIE: Ettelbréck - 75 Joer Befreiung vun der Patton-Stad

Luxemburg aktuelle achrichten - So, 09/22/2019 - 10:31
E Samschdeg war den Optakt vun de Befreiungsfeierlechkeeten zu Ettelbréck.

Rekordsieg für City – Pep nach 8:0-Demontage: 'Wir haben seriös gespielt"

Großbritannien aktuelle Nachrichten - So, 09/22/2019 - 10:01
Nach der überraschenden 2:3-Pleite vergangene Woche hat sich Manchester City gegen Watford den Frust von der Seele geschossen – und stellte nebenbei einen Rekord auf.  Pep Guardiola war nach Manchester Citys Premier League-Rekordsieg voll des Lobes für seine Schützlinge. "Man spielt für die Zuschaue

British nationals in NL dropped from D66 Brexit dual nationality plan

Niederlande aktuelle Nachrichten - So, 09/22/2019 - 09:57
British nationals living in the Netherlands have been dropped from draft legislation which would allow dual nationality for people affected...

Autofreie Innenstädte in ganz Belgien

Belgien Aktuelle Nachrichten - So, 09/22/2019 - 09:32
Die Woche der Mobilität geht am Sonntag mit einem autofreien Sonntag in vielen belgischen Großstädten zu Ende.

Brexit-News: Britische Konservative in Umfrage weit vor Labour

Großbritannien aktuelle Nachrichten - So, 09/22/2019 - 08:12
Die britische Labour-Partei ist sich uneins über ihre Haltung zum Brexit, nun kommen schlechte Umfragewerte hinzu. Die Konservativen genießen demnach weit mehr Wählergunst. Alle Infos im Newsblog. NEULADEN Sonntag, 22. September, 8.09 Uhr: Britische Konservative in Umfrage weit vor Labour Die britis

Zeienopruff: 8 accidentéiert Autoe vun e Samschdeg op e Sonndeg

Luxemburg aktuelle achrichten - So, 09/22/2019 - 07:57
Wéi de d'Police mellt, krute sech de Samschdeg ëm 22 Auer zwee Autoen tëscht Esch/Uelzecht an Audun-le-Tiche ze paken. D'Police sicht no Zeien.

Paris names garden after murdered Brazilian activist Marielle Franco

Frankreich aktuelle Nachrichten - So, 09/22/2019 - 07:41
Several hundred people gathered in Paris on Saturday for the inauguration of a public garden in honour of Brazilian city councillor Marielle Franco, who was murdered in 2018 in Rio de Janeiro.

Unge med handicap forskelsbehandles i uddannelsessystemet

Dänemark Forum und DK Portal - So, 09/22/2019 - 07:23
Mange unge med fysiske eller psykiske handicap oplever, at kommunerne ser bort fra deres uddannelsesønsker.

Die Heilung eines Aussätzigen

Rumänien aktuelle Nachrichten - So, 09/22/2019 - 03:00

Markus 1, 40 - 45

Und es kam zu ihm ein Aussätziger, der bat ihn, kniete nieder und sprach zu ihm: Willst du, so kannst du mich reinigen. Und es jammerte ihn, und er streckte seine Hand aus, rührte ihn an und sprach zu ihm: Ich will’s tun; sei rein! Und alsbald wich der Aussatz von ihm und er wurde rein. Und Jesus bedrohte ihn und trieb ihn alsbald von sich und sprach zu ihm: Sieh zu, dass du niemandem etwas sagst; sondern geh hin und zeige dich dem Priester und opfere für deine Reinigung, was Mose geboten hat, ihnen zum Zeugnis.

Er aber ging fort und fing an, viel davon zu reden und die Geschichte bekannt zu machen, sodass Jesus hinfort nicht mehr öffentlich in eine Stadt gehen konnte; sondern er war draußen an einsamen Orten; und sie kamen zu ihm von allen Enden.
Wie schön wäre es doch, wenn Menschen von ihren Krankheiten oder Gebrechen so rasch und erfolgreich geheilt werden könnten! Wie schön wäre es, wenn sie dadurch einen Grund und Anlass hätten, Gott und Jesus Christus neu zu vertrauen! Wie schön wäre es, solchen Grund zum überschwänglichen Dank zu haben! Leider sind unsere menschlichen Erfahrungen jedoch oftmals andere…


Trotzdem: Die Bibel berichtet uns über diese Heilung und sie ist für den Glauben zum Trost gepredigt und weiter erzählt worden und das soll auch noch in Zukunft geschehen. Es ist aber nicht einfach, sich in die Situation dieses Menschen, der auf Jesus aufmerksam geworden war, zu versetzen. Denn von Aussatz, auch Lepra genannt, sind heute rund 200.000 Menschen betroffen. Aber wer zur Zeit Jesu darunter litt, musste in einer äußeren und inneren Einsamkeit und Bedrängnis ohnegleichen leben. Das nachzuvollziehen, in einer Zeit, in der wir fast alle Empfindungen auf virtuellem Weg mit Hunderten, ja Tausenden teilen (sodass der persönliche Kontakt oft zu kurz kommt), ist nicht einfach. Die anderen Menschen mieden ihn: die nahen Angehörigen, die Freunde und solche, die zufällig auf ihn trafen. Mit kaum jemandem konnte er länger sprechen, kaum jemand reichte ihm die Hand, die meisten verließen fluchtartig seine Umgebung. Mit wem sollte er seine Empfindungen und Gefühle teilen? Mit wem konnte er sich über das, was ihn bewegte, was er sich wünschte oder was ihn beunruhigte, aussprechen? Wer mag ihm wohl zuhören wollen, wer mag ihm jene Achtung und Würdigung geben, die wir erwarten und oft vermissen? Das können wir uns heute kaum ausmalen: jede Geste, jedes Zeichen, das auf Gemeinschaft hinweist, war für solche Menschen ein Sonnenschein, ein Augenblick des Glücks.

Und nun schlägt Jesus tatsächlich die Brücke zu dem, der ihm zuruft: „Bitte, heile mich!“ Er legt seine heilenden Hände auf ihn und dadurch öffnet sich eine Gemeinschaft, die Gottes Heil erfahren lässt. Und das gilt auch heute und jetzt, denn solche Gemeinschaft lässt den Betroffenen teilhaben an seiner Liebe zu denen, die in anrufen, die ihn suchen, die zu ihm beten. An einer solchen Gemeinschaft zeigt es sich, dass das Reich Gottes mitten unter uns ist. In Jesus Christus eröffnet sich eine neue Welt, es wird eine Gemeinschaft spürbar und erfahrbar, die mich einlässt, achtet und aufnimmt. An dieser Geschichte merken wir: Die neue Kraft zum Leben und zur Freude führt – trotz des ausgesprochenen Verbotes – zum Lobpreis des Schöpfers. Diese Geschichte, über die Markus berichtet, lädt in Gottes andere Welt ein, und wer glaubt, hat schon jetzt Anteil an dem, was Liebe Gottes zu den Menschen und Barmherzigkeit ausrichten können. Amen.
 

Erfrischende Selbstwahrnehmung

Rumänien aktuelle Nachrichten - So, 09/22/2019 - 03:00

Porträtaufnahmen Rumäniens aus den Händen ausländischer Musiker erfrischen die Selbstwahrnehmung. Sobald man aus dem Klang von Saiten und Bogenhaaren heraushören kann, dass schöpferische Künstler nicht alleine aus einem bodenlosen Fass ungezählter Übungsstunden am Instrument trinken, sondern offensichtlich auch in uralten Schwarzweißfotos gestöbert und Buchdeckel angegilbter Belletristik von Spinnweben befreit haben, antwortet man augenblicklich gerne mit gebannter Neugierde auf wortlos sprechende Erzählungen. Unmengen kulturellen Perlenzaubers breiteten Violinist David Grimal (Frankreich) und Klavierbegleiter Grigor Asmaryan (Armenien und Deutschland) Mittwochabend, am 11. September, auf ihren Notenpulten im Thaliasaal in Hermannstadt/Sibiu aus.

Hélčne Jourdan-Morhange (1888-1961) trug Trauer nach den Geschehnissen an der Kriegsfront von Verdun, die ihren um acht Jahre älteren und hauptberuflich mahlenden Ehemann Jaques Jean Raoul Jourdan am 25. März 1916 auf dem Schlachtfeld ums Leben gebracht hatten. Der Verlust des Partners durch höhere, aber dennoch vom Menschen selbst initiierte Gewalt sollte nicht erster und letzter Rückschlag ihrer Biografie bleiben, da eine Arthritis sie noch vor Erreichen hoher Altersreife zum Karriereabbruch zwang.  Maurice Ravel (1875-1937), ein Mann der verlorengegangen Idylle, witterte rechtzeitig Begabung und Vision der Violine spielenden Witwe und schenkte seiner bevorzugten Interpretin eine musikalische Ersatzheimat in Gestalt der ihr gewidmeten Sonate für Violine und Violoncello (1922) und der Sonate Nr.2 für Violine und Klavier (1927). Stücke, die das Leben unter Phantomschmerzen erleichtern wollten. Mitten in das letzte Zeitalter vor Einführung des Begriffs politischer Korrektheit fällt Ravels Rhapsodie „Tzigane“ für Solovioline und Orchester. Grigor Asmaryan und David Grimal nahmen den Klavierauszug zur Hand und boten mit größtmöglicher Selbstverständlichkeit eine frappierende Kostprobe perfekt aufeinander abgestimmten Zusammenspiels. Hohen Respekt verdienen beide Weltklasse-Kammermusiker, die ihre mit schwindelerregender Geschwindigkeit gepaarten Raffinessen nicht als Selbstbeweihräucherung entstellten. Eher stand das Programmstück für die Seele des waschechten Zigeuners ein, der im wirklichen Leben seiner Mitmenschen vielmehr als nur Komparse exotischer Zirkusnummern sein möchte.

Maurice Ravels zweite Violinsonate, seine von atemraubenden Flageolett-Passagen durchsetzte Rhapsodie mit der Spielangabe „Lento, quasi cadenza“ am Beginn des Violinparts sowie das in Klavierfassung aufgeführte und seinerzeit dem Belgier Eugčne Ysa˙e (1858-1931) zuerkannte Počme für Violine und Orchester op.25 von Ernest Chausson (1855-1899) wurden dem Publikum als schmackhafte Vorspeisen des lang erwarteten Hauptgangs deftiger Kost in der Sonate Nr.3 in a-Moll für Klavier und Violine op.25 „în caracter popular românesc“ (in völkisch-rumänischen Charakter) von George Enescu (1881-1955) aufgetischt. Lange Haltenoten am Schluss des Kopfsatzes, strikt „sempre non vibrato“ notiert, vor allem aber die Weite des mit Dämpfer und auf Abstrich zu spielenden Dreifachpiano im „Andante sostenuto e misterioso“ tönten wie leise aushauchendes Daumenkino, illustrierten in Zeitlupe die nach und nach rote Färbung der Ochsenherzen (Tomatensorte „inimă de bou“) auf trockenen Feldern unter der sengenden Sonne der Oltenia. Grigor Asmaryan und David Grimal krönten ihre Expedition mit dem finalen „Allegro con brio ma non troppo mosso“ und dem daraus winkenden Bild zweier Bauern in Tracht, die sich Festtags nach Gottesdienst und Mittagsschmaus einen Kurzen trinken und den Herrgott für ein paar Stunden einen guten Mann sein lassen. Die Stradivari Baujahr 1710 und der Originalbogen aus der Werkstatt des französischen Feinmechanikers François-Xavier Tourte (1747-1835) flossen gleich hochprozentigen Edeltropfen dahin, Grigor Asmaryans quirlige Wurstfinger mischten die nötige Würze knackiger Bissen hinzu.

Abends davor war das Instrumental- und Vokalensemble La Grande Chapelle des musikalischen Forschungsvereins Lauda Música Madrid in der römisch-katholischen Stadtpfarrkirche am Großen Ring/Pia]a Mare aufgetreten. Zwanzig Stücke geistlicher Musik der Renaissance nach dem österlichen Ritus der Confreria San Giacomo degli Spagnoli in Roma gaben Einblicke in den vormaligen Brauch auf der Piazza Navona, das Fest der Auferstehung mit Lauten, Bass-Viola da gamba, Dulzian, Rankett, Zinken, Trompeten, Posaunen und menschlichen Stimmen in abwechselnd italienischer und spanischer Sprache zu feiern. Dirigent Albert Recasens und vierundzwanzig teils singende, teils spielende Berufsmusiker und -musikerinnen boten ein 90 Minuten langes Programm und ließen dennoch keine stilistische Langeweile aufkommen, da die Besetzung und Kombination von Instrumenten und Gesang stets in der vollen Spannbreite von groß über mittel bis klein farblich geschickt variierte. Unnötig hingegen der Zugriff von Moderatorin Adina Zaharia Dombi, künstlerische Beirätin der Staatsphilharmonie Hermannstadt, das Konzert mit einer ausufernden Präsentation in bester Amtssprache nach sozialistischem Muster zu eröffnen, wo doch dieselben Informationen über das Profil der Madrider Gäste auch im Programmheft zu finden waren. Von Berufstätigen auch und vor allem in Rumänien, die der Millenials-Generation (Geburtenjahrgänge 1980-1994) angehören und im Kultursektor arbeiten, ist mehr Fingerspitzengefühl im öffentlichen Auftreten zu fordern.

Eines muss man der Gastgeberin jedoch lassen, da sie vor dem ersten Ton Musik um das Ausschalten der Mobiltelefone bat. Und es geschah, wie es kommen musste, da Adina Zaharia Dombi am letzten von acht Abenden der in Hermannstadt veranstalteten Konzertreihe des Internationalen George-Enescu-Festivals 2019 von zwei Personen vertreten wurde, die ebenfalls eine Konzerteinführung rekordverdächtiger Länge bestritten, leider aber den Hinweis störenden Handyklingelns vergaßen. Die international besetzte Kremerata Baltica hatte schon Platz auf der Bühne des Thaliasaals genommen. Als die überflüssigen Formalitäten um waren, setzte Violin-Ikone Gidon Kremer (Jahrgang 1947) zum leisen Auftakt des Concertino für Violine und Streichorchester op.42 (1948) von Mieczyslaw Weinberg (1919-1996) an. Er nahm den Bogen hoch und – verflixt, da funkte das Geräusch dazwischen! Selbst der hochbetagten Zuhörerin, deren Konzertbesuch mit Nobelgewand und schillernd aufgetragenem Lippenstift wie aus einer anderen Zeit anmutet, ist so ein Filmriss nicht gestattet. Es gibt Dinge, die dürfen einfach nicht sein...

Gidon Kremer machte anstandslos weiter. Sein ohnehin kurzes Lächeln bei Begrüßung des Publikums ist dasjenige eines noch immer fähigen Interpreten im fortgeschrittenen Alter, der auf zeitgenössische Aufträge, statt welke Lorbeeren, der Lebensmitte schwört. Stärkster Punkt am Samstag, dem 14. September, war „Leaves leaving Leipzig“ (Von Leipzig abfallende Blätter) für Violine und Streicher von Gidon Kremers Landsmann Andris Dzenitis (Jahrgang 1978), der seinen inneren Zwiespalt von Freude und Traurigkeit im neuen Stück (Mai 2019) beschreibt. Was ihn persönlich umtreibt, gibt auch anderen zu denken: Leipzig als Geburtsort liberaler Demokratie 1989, Sachsen als Bühne rechtsextremen Gedankenguts 2019.

Zum Ausklang des Abends nach dem Intermezzo op.12 Nr.2 und dem Kurzstück Aria und Scherzino für Violine und Orchester von George Enescu, beides kunstvoll dirigiert von Fuad Ibrahimov (Aserbaidschan, Jahrgang 1982), und der schließenden Sinfonie Nr.10 von Weinberg reichte Gidon Kremer jedem einzelnen Mitglied der Kremerata Baltica reihum die Hand. Dem Publikum legte er „Oblivion“ von Astor Piazzolla (1921-1992) als Zugabe ans Herz. Gegen das Vergessen.

Über ein Kinderbuch für Leseanfänger

Rumänien aktuelle Nachrichten - So, 09/22/2019 - 02:00

„Astrid ist nichts besonderes passiert. Also warum ein Buch über Astrid? Und nicht eins über Inge? Auch Inge ist nichts Besonderes passiert.“ Mit diesen Worten leitet Karin Gündisch in ihr Kinderbuch „Geschichten über Astrid“ ein und schickt die Leser in die Zeit ihrer eigenen Kindheit zurück, die 1950er Jahre.

Für Astrid ist ihre Heimatstadt Heltau/Cisnădie der Mittelpunkt der Welt. Was die Erwachsenen um sie herum machen, ist ihr oft rätselhaft und fremd. Und so kommt es, dass Astrid über alles nachdenkt. Sie denkt nach über die Eltern, besonders über ihren Vater, der nach langer Abwesenheit wieder zur Familie zurückkehrt und dann doch anders ist, als sie ihn sich vorgestellt hat. Sie denkt nach über die Schule und wie es sein kann, dass die Lehrerin „Es gibt keinen Gott!“ behauptet und der Pfarrer das Gegenteil sagt. Einer von den beiden muss doch lügen! Und wem von beiden soll sie denn glauben? Sie denkt über vieles nach. Und auf diese Weise sieht sich Astrid um und entdeckt die Welt. Gleich ob alleine, zusammen mit ihrem kleinen Bruder Geri oder mit ihren Freundinnen. Gleich ob auf dem Friedhof oder in der Schule, ob beim Kirschenklauben oder im Schwimmbad. Allmählich gewinnt Astrid Selbstvertrauen und findet sich in schwierigen Situationen zurecht. Auch wenn ihre Mutter sie noch abends auf das Plumpsklo begleiten muss, das hinten im Hof neben dem Mist ist. Zwar ist es dort im Winter kalt, dafür stinkt es dann aber auch nicht so sehr wie im Sommer.

Astrid ist nichts Besonderes passiert. Und vielleicht ist es gerade das, was dieses Buch so auszeichnet, denn so ermöglicht es jedem lesenden Kind, seine eigene Welt hinter den Geschichten von Astrid zu entdecken. Ältere Leser oder Lesebegleiter werden wohl öfters den geschichtlichen Hintergrund mancher Szenen wiedererkennen und können die verschiedenen Situationen nachempfinden, wenn sie nicht sogar Ähnliches selbst einmal erlebt haben. Karin Gündisch gelang es, ein für Leseanfänger ab sieben Jahren sehr empfehlenswertes Kinderbuch zu schreiben, das die Leser mit seinen leicht lesbaren Geschichten immer wieder schmunzeln lässt, aber auch zum Nachdenken bringt.

Das Kinderbuch „Geschichten über Astrid“ erschien erstmals 1984 bei Beltz und Gelberg in Deutschland und wurde mit dem erstmalig vergebenen Peter-Härtling-Preis für Kinderliteratur ausgezeichnet. Verlegt wird das Buch nun in einer neuen Auflage vom Schiller Verlag in Hermannstadt und kann dort für 29 Lei oder 6,90 Euro erworben werden.
 

Allein gegen die Mafia - Promi-Geburtstag vom 22. September: Roberto Saviano

Italien aktuelle Nachrichten - So, 09/22/2019 - 00:03
Rom (dpa) - Ein Buch hat sein Leben verändert. 2006 brachte der italienische Journalist Roberto Saviano "Gomorrha" heraus. Darin schilderte er detailreich die Umtriebe der Camorra, wie die Mafia in seiner neapolitanischen Heimatregion heißt, und nannte auch Namen. Das Buch wurde ein Riesenerfolg, do

Serie A: Rückkehrer Buffon glänzt bei Juventus-Erfolg

Italien aktuelle Nachrichten - Sa, 09/21/2019 - 23:00
Turin (dpa) - Torhüter Gianluigi Buffon hat Juventus Turin am Samstag in seinem ersten Einsatz nach der Rückkehr von Paris Saint-German den 2:1 (1:1)-Sieg gegen Hellas Verona mit einer starken Parade in der Nachspielzeit gesichert. Rekordmeister Juventus bleibt damit nach vier Spieltagen ungeschlage

Hver tredje gymnasieelev har gjort skade på sig selv

Dänemark Forum und DK Portal - Sa, 09/21/2019 - 22:28
En foreløbig undersøgelse viser en stor stigning i antallet af selvskadende elever på de danske gymnasier.

"Dat ka Lëtzebuerg": 14. Editioun vun de Journées Portes Ouvertes

Luxemburg aktuelle achrichten - Sa, 09/21/2019 - 20:23
Dëse Weekend weisen déi Lëtzebuerger Entreprisen nees wat se kënnen a maachen.

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