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Rumänien aktuell: News und Infos

Johannis lobt Einsatz der Richter und Staatsanwälte

Rumänien aktuelle Nachrichten - vor 8 Stunden 3 Minuten
Bukarest (ADZ) - Aus Anlass des Weltantikorruptionstags hat Staatspräsident Klaus Johannis am Sonntag seine Unterstützung für alle Richter und Staatsanwälte bekräftigt, die gegen die Korruption kämpfen. Johannis sagte, dass Rumänien den Weg des Fortschritts nicht gehen könne, solange dieses Phänomen nicht beseitigt werde. Die Korruption sei eine Krankheit, die die Demokratie zerstöre und Millionen von Bürgern in die Geiselhaft der Armut genommen habe. Korruption bedeute fehlende Autobahnen, ungesunde Krankenhäuser, Schulen, die Mindestanforderungen nicht erfüllen, und eine erstarrte Verwaltung, setzte der Präsident seine Botschaft fort.

Allerdings müsse die Ablehnung der Korruption von einem leeren Spruch zu einem Existenzmodus werden. In Rumänien gäbe es Richter und Staatsanwälte, die jeden Tag mit großem Mut gegen die Korruption kämpfen. Man müsse sie unterstützen, weil sie für ein gesundes Rumänien kämpfen, sagte Johannis.
Seit 2003 wird der 9. Dezember weltweit als Tag der Antikorruption gefeiert, damals wurde das UNO-Übereinkommen gegen Korruption im mexikanischen Mérida unterzeichnet.  

Bei EU-Ratspräsidentschaft leitet Rumänien auch JI-Rat

Rumänien aktuelle Nachrichten - vor 8 Stunden 13 Minuten
Bukarest (ADZ) - Justizminister Tudorel Toader hat am vorigen Wochenende über seine Facebook-Seite angekündigt, dass er am 6. und 7. Dezember in Brüssel an der letzten Sitzung des Rates der Europäischen Union im Bereich Justiz und Inneres (JI) unter Österreichischer Präsidentschaft teilgenommen hat, womit das rumänische Justizministerium offiziell die Leitung des Bereiches übernommen habe.

Prioritäre Punkte für die rumänische EU-Ratspräsidentschaft im JI-Rat werden Toader zufolge u. a. eine verstärkte Zusammenarbeit bezüglich der Verordnung zur Bereitstellung und Aufbewahrung von elektronischen Beweismitteln bei Straftaten, der Abschluss der Reform der Verordnung „Brüssel II bis“ – die die internationale Zuständigkeit der Gerichte innerhalb der EU in Ehe- und Kindschaftssachen regelt –, die Ernennung des europäischen Generalstaatsanwalts sowie die Festigung grenzübergreifender Anerkennung von strafrechtlichen Beschlüssen sein.

Den offiziellen Angaben des EU-Rats zufolge, entwickelt der JI-Rat „die Zusammenarbeit und gemeinsame Politiken in verschiedenen grenzüberschreitenden Fragen, um einen EU-weiten Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts zu schaffen.“  

Entschließung zu Schengen-Beitritt Rumäniens

Rumänien aktuelle Nachrichten - vor 8 Stunden 33 Minuten
Bukarest (ADZ) - Das Europäische Parlament hat am Montag eine neue Entschließung ohne Gesetzescharakter zum Schengen-Beitritt Rumäniens und Bulgariens besprochen. Der Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres (LIBE) hatte den Argumentationsbericht zum Thema im November angenommen. Das Dokument rät zu einer positiven, schnellen Entscheidung. Heute wird im EU-Parlament abgestimmt – die Abstimmung muss einstimmig ausfallen, damit die beiden Staaten in den Schengener Raum aufgenommen werden können. Die Länder haben, laut EU-Parlament, die Regeln des Schengener Raumes bisher teilweise erfüllt.

Codruța Kövesi von Sebastian Ghiță angeklagt

Rumänien aktuelle Nachrichten - vor 8 Stunden 43 Minuten
Bukarest (ADZ) - Der Geschäftsmann und ehemalige Abgeordnete Sebastian Ghiță hat am Sonntagabend bekannt gegeben, die Ex-Chefin der Anti-Korruptions-Behörde DNA, Codruța Kövesi, wegen der Gründung einer kriminellen Vereinigung angeklagt zu haben. Kövesi soll von Ghiță im Jahr 2011 Geld verlangt haben, um den einstigen Direktor des Nationalen Investitionsfonds (FNI), Nicolae Popa, der zwei Jahre in Indonesien inhaftiert war, mit einem Privatflugzeug nach Rumänien zu bringen. Anfang des vorigen Jahres hieß es noch, eine Privatfirma aus Ploiești hätte den Flug bezahlt. Die Staatsanwältin Adina Florea wurde nun mit dem Fall beauftragt.  

Lawine verursacht zwei Todesopfer

Rumänien aktuelle Nachrichten - vor 8 Stunden 48 Minuten
Bukarest (ADZ) - Am Sonntag ging eine Lawine in der Valea Morarului des Bucegi-Gebirges ab. Eine Gruppe, die sich außerhalb touristischer Wege dort aufhielt, wurde davon überrascht und verständigte die Bergrettung Salvamont. Nach deren Aussage sei ein Mann erfasst und getötet worden. Die Suche nach ihm musste Sonntagabend wegen Dunkelheit abgebrochen werden. Dienstag wurde mittels einer Sonde unter einer Schneedecke von einem halben Meter ein zweites Lawinenopfer gefunden.

Für das Bucegi-Massiv wie auch für das Fogarascher Gebirge besteht noch bis Dienstag moderate Lawinengefahr.  

Zum Schutz des europäischen Naturerbes

Rumänien aktuelle Nachrichten - vor 9 Stunden 5 Minuten
Neben der polnischen Region Bialowiecza gelten weite Teile der sechs rumänischen Nationalparks als letzte große Urwaldflächen in Europa - Urwald in dem Sinne, dass dort der Wald seit Jahrhunderten sich selbst überlassen ist und zahlreichen seltenen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum und ungehindert Entfaltung bietet. Aller-dings kritisieren Umweltschutzorganisationen seit Jahren den massiven Holzeinschlag in diesen Regionen. Zuweilen ist sogar von flächendeckendem Kahlschlag die Rede. Weil es sich zudem auch noch um Natura-2000-Gebiete nach EU-Recht handelt, sei der Holzeinschlag in diesem Umfang illegal, so die rumänische Organisation „Agent Green“ und die deutsche Umweltstiftung „Euronatur.“ Weil alle Proteste der vergangenen Jahre nicht wirklich Verbesserungen bzw. Änderungen in der Vorgangsweise rumänischer Verantwortungsträger gebracht haben, wollen die Umweltschützer nun die EU-Kommission dazu bewegen, ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Rumänien wegen den Regelverstößen im Umgang mit schützenswertem Naturerbe einzuleiten.

Am Ende eines langen Fußmarsches: „Wir waren heute im Semenic-Nationalpark im Südbanat. Das ist ein wunderbares Naturgebiet mit den größten Buchen-Urwäldern, die wir überhaupt noch haben in Europa.“ Gabriel Schwaderer ist Geschäftsführer der deutschen Umweltstiftug „Euronatur“. Von der Reise in den Semenic-Nationalpark im Westen Rumäniens, nicht weit entfernt von der Grenze zu Serbien, zeigt er sich tief beeindruckt. Allerdings: „Wir wurden auch konfrontiert mit Einschlägen. Wir haben Hektare große Schirmschläge gesehen, wo alte Wälder, sehr alte Wälder, derzeit gefällt werden oder zur Stunde markiert werden für den Holzeinschlag, 300 Jahre alte Buchen, die in den nächsten Jahren zum Verschwinden gebracht werden.“

Und das passiert nach den Beobachtungen von „Euronatur“ und „Agent Green“, eine Partnerorganisation mit Sitz in Rumänien, nicht nur im Semenic-, sondern auch im südöstlich benachbarten Domogled-Nationalpark. „Die beiden sind in Südwestrumänien die größte Wildnis in Europa. Die beiden Nationalparks sind aber auch die Nummer eins und Nummer zwei im Holzeinschlag. In den letzten vier Jahren waren das eine halbe Million Kubikmeter geschlagenes Holz“, so Gabriel Păun von „Agent Green“. Dass so etwas die Seele eines Naturschützers zum Kochen bringt, liegt auf der Hand.

Eine ganz andere Frage ist aber, ob dieser Holzeinschlag in den Nationalparks auch gesetzeskonform ist. Gabriel Schwaderer von „Euronatur“ hegt daran seine Zweifel. Denn: „Die Nationalparks in Rumänien sind alle Natura-2000-Gebiete.“ Das heißt: Der Nationalpark Semenic – Karasch-Schluchten, aber auch der Domogled-Nationalpark gehören zu jenem Netz von besonders schützenswerten Flächen innerhalb der Europäischen Union, in der die „Fauna-Flora-Habitat“-Richtlinie gilt, die zum Schutz seltener Tier- und Pflanzenarten verpflichtet. Und da dürfe nicht einfach mit der Axt wild drauf los gehauen werden, wie das in Rumänien geschehe, meint Gabriel Schwaderer von „Euronatur“: „Wir glauben, dass diese Form der Forstwirtschaft in einem Natura-2000-Gebiet nicht vereinbar ist mit Europarecht. Die Habitat-Richtlinie sieht vor, dass natürliche Lebensräume in ihrer Integrität erhalten bleiben müssen. Genau das passiert hier eben nicht. Und wenn Holzeinschläge in einem Natura-2000-Gebiet geplant und durchgeführt werden, braucht es zuvor eine entsprechende Verträglichkeitsprüfung. Nach unserem Kenntnisstand werden solche Verträglichkeitsprüfungen in Rumänien gar nicht durchgeführt.“

Seit über fünf Jahren weisen „Euronatur“ und „Agent Green“ die häufig wechselnden Regierungen in Rumänien auf die Problematik hin - bislang vergebens. Nun versuchen sie, die EU-Kommission auf die Problematik aufmerksam zu machen. Die wird im Übrigen nicht zum ersten Mal mit intensivem Holzeinschlag in geschützten Gebieten konfrontiert. Gabriel Schwaderer: „Allerdings schauen wir mit großem Interesse auf die Situation Bialowiecza in Polen. Dort hat es vor einigen Jahren eine ähnliche Auseinandersetzung gegeben zwischen der EU-Kommission und Polen. Und im April dieses Jahres hat der Europäische Gerichtshof eine Entscheidung getroffen, und die ist eindeutig: Liebe Polen, Ihr müsst die Holzeinschläge im Natura-2000-Gebiet Bialowiecza stoppen. Ansonsten werdet ihr belangt mit hohen Geldstrafen.“

Nach diesem Präzedenzurteil könnte die EU-Kommission auch gegen Rumänien vorgehen, so Gabriel Schwaderer, der wegen des Verstoßes gegen die Natura-2000-Regeln ein Vertragsverletzungsverfahren fordert. Niemals waren die Chancen dafür so günstig wie derzeit: „Wir werden das erste Halbjahr 2019 dafür intensiv nutzen. Denn dann wird Rumänien die EU-Ratspräsidentschaft inne haben. Rumänien wird also auf der europäischen Bühne ganz vorne im Rampenlicht stehen. Und wir werden Rumänien an seine Verantwortung erinnern für die rumänischen Urwälder. Denn diese Wälder sind ein wichtiger Teil des europäischen Naturerbes.“  

Heinrich von Kleist in rumänischer Sprache

Rumänien aktuelle Nachrichten - So, 12/09/2018 - 23:26
Hermannstadt – Heinrich von Kleists 1808 am Weimarer Hoftheater uraufgeführte Komödie „Der zerbrochene Krug“ wird am Mittwoch, dem 12. Dezember, sowie am Donnerstag, dem 13. Dezember, um jeweils 19 Uhr erstmals in rumänischer Sprache auf der Bühne des Radu-Stanca-Theaters Hermannstadt/Sibiu (TNRS) geboten. Die Gesamtleitung der Inszenierung, die als Koproduktion der Deutschen und Rumänischen Abteilung am TNRS Programmpunkt des regulären Spielbetriebes sein wird, trägt die Handschrift des aus dem bundesdeutschen Sauerland stammenden Theatermachers Armin Petras (Jahrgang 1964), die Regie führt Dominic Friedel. Daniel Plier (Walter), Marius Turdeanu (Adam), Pali Vecsei (Licht), Diana Văcaru-Lazăr (Frau Marthe Rull), Fabiola Petri (Eve Rull), Adrian Matioc (Veit Tümpel), Florin Coşuleţ (Ruprecht Tümpel) und Simona Negrilă (Frau Brigitte) interpretieren die Hauptrollen des Lustspiels, das von Silvana Prodan in rumänischer Sprache auf den Titel „Urciorul sfărâmat“ getauft wurde und trotz seiner 210 Jahre zurückliegenden Erstaufführung seine gesellschaftliche Entsprechung im echten Leben nicht eingebüßt hat. Als Besonderheit der Inszenierung ist ein Ensemble des Hermannstädter beruflichen Folklore-Vereins „Cindrelul - Junii Sibiului“ zu nennen, dessen Musiker sowie Tänzerinnen und Tänzer nebst den Schauspielern ebenfalls im großen Saal des TNRS auftreten werden.

Ebenfalls veröffentlicht wurde der Spielplan des TNRS für die Zeitspanne zwischen dem 5. Januar und 3. Februar. In den ersten Wochen nach Jahresanfang werden unter anderem die Inszenierungen der Stücke „Pfefferkuchen und Gin“ von Neil Simon (Regie: [erban Puiu), „Hedda Gabler“ von Henrik Ibsen (Regie: Botond Nágy) und „Ich, ein kommunistisches Mütterchen“ von Mariana Mihu-Plier aufgeführt. Am Donnerstag, dem 20. Dezember, sowie am Samstag, dem 19. Januar, empfängt die Deutsche Abteilung des TNRS ihre Gäste um jeweils 19 Uhr mit Vorstellungen der Komödie „Hin und Her“ von Ödön von Horváth (Regie: Alexander Riemenschneider, Hamburg). Auch stehen erneute Vorstellungen der deutschsprachigen Inszenierungen „Ein Bett voller Urzeln“ (17. Januar), „Sprechen Sie Schweigen?“ (24. Januar) und „Panik – Männer am Rande des Nervenzusammenbruchs“ (31. Januar) an.

Karten für die erwähnte rumänischsprachige Premiere der Komödie „Der zerbrochene Krug“ von Heinrich von Kleist sowie für sämtliche Vorstellungen des Radu-Stanca-Theaters Hermannstadt sind an der Theaterkasse in der Heltauergasse /Nicolae Bălcescu und online ohne Preiszuschlag auf  www.tnrs.ro erhältlich.

Wir Christen sind Menschen der Hoffnung

Rumänien aktuelle Nachrichten - So, 12/09/2018 - 02:00
Wir Menschen leben in der Hoffnung, denn die Gegenwart bringt uns nicht das ersehnte Heil. Wir erwarten es von der Zukunft. Wir hoffen! So vergehen die Jahre, wir werden alt und hoffen noch immer. Wie lange noch und auf was? Wenn wir ein hohes Alter erreichen und unsere Hoffnungen nicht in Erfüllung gehen, was dann? Der russische Schriftsteller Alexander Solschenizyn hat diese Situation in seinem Werk „Krebsstation“ erschütternd dargestellt. Der vitale Parteifunktionär Jefrem wird in die Krebsstation eingeliefert. Was war er doch für ein Mann gewesen! Bisher genoss er das Leben in vollen Zügen und war von strotzender Gesundheit. Und jetzt? Alle seine Hoffnungen brechen zusammen. Was hat er noch von seinem Leben, das nach seiner Überzeugung einmalig ist, zu erwarten? Seine Tage sind gezählt. In der Bibliothek findet er ein Buch von Leo Tolstoi. Dieser hatte geschrieben: „Gott ist das Leben“. Er hatte ihn als religiösen Spinner verspottet. Aber jetzt stellt sich ihm die bohrende Frage: „Wovon leben die Menschen?“ Jefrem fragt seine Leidensgenossen in der Krebsstation. Die einen sagen „vom Geld“, andere „vom Essen“, „vom Wasser“, „von der Luft“. Jefrem schreit: „Aber das reicht doch nicht!“

Er hat Recht. Wenn das Leben zu Ende geht, reichen alle diese Dinge nicht. Der Mensch benötigt mehr als Gesundheit, Geld und Vergnügen, denn diese Güter sind schnell zu verlieren. Der Mensch benötigt die Hoffnung wie das tägliche Brot. Aber worauf soll sich unsere Hoffnung gründen? Das Glaubensbekenntnis des atheistischen Philosophen Ludwig Feuerbach (1804–1872) lautet: „Ich glaube an den Menschen. Ich glaube an den Heiligen Geist des Fortschritts!“ Was heißt Fortschritt? Was hat der Mensch in seinem Egoismus und Hochmut mit dieser Einstellung fertiggebracht? Zwei Weltkriege, Diktaturen, Wirtschaftspleiten und Waffensysteme, die unsere Existenz bedrohen. Der Fortschritt bringt viele giftige Früchte hervor. Kann der Mensch, der Gott aus seinem Leben ausschaltet, der egoistisch, habsüchtig, machtlüstern und genussgierig ist, eine Welt schaffen, die unsere Hoffnungen erfüllt? Unmöglich. Die bisherige Menschheitsgeschichte, voll von Kriegen, beweist das Gegenteil.

Wenn der Mensch Gott aus seinem Leben ausschaltet, auf was setzt er dann seine Hoffnung? Sie muss von außen kommen, ansonsten hätte er sie nicht notwendig. Viele setzen auf Horoskope und okkulte Kräfte ihre Hoffnungen. Es war im November 1951. Ein Ausschuss der UNO tagte in Paris. Gerade hatte der britische Außenminister das Wort ergriffen, da stockte den Diplomaten, Sekretären und Presseleuten der Atem. Eine schwarze Katze stolzierte von links nach rechts durch den Saal. Alle diese „Aufgeklärten“ waren beunruhigt. Die Zeitungen stellten die Frage: Ist das ein gutes oder ein schlechtes Zeichen? Recht hat der Dichter Emanuel Geibel: „Glaube, dem die Tür versagt, steigt als Aberglaub´ durchs Fenster. Wenn die Gottheit ihr verjagt, kommen die Gespenster!“

Wir Christen sind Menschen der Hoffnung. Der Glaubenslose fragt, oft bangen Herzens, „Was wird kommen?“. Der Christ fragt anders: „Wer wird kommen?“ Er weiß, wer dieser ist, denn dieser war schon einmal auf unserer Erde und hat diese Welt überwunden. Er wird wieder kommen, „um zu richten die Lebenden und die Toten. Und sein Reich wird kein Ende haben!“ So lautet das große christliche Glaubensbekenntnis, auf das wir uns stützen.

Christen vertrösten sich nicht auf das Jenseits, wie es uns Glaubenslose vorwerfen. Ganz im Gegenteil: Wir werden aus dem Jenseits getröstet. Von dort kommt unser Mut und die Kraft für unsere wichtigste Lebensaufgabe, die Berge des Stolzes und die Hügel des Egoismus abzutragen, die krummen Wege der Sünde durch gute Taten zu begradigen und das Unebene der Lieblosigkeit durch Werke der Liebe zu glätten. Dadurch werden wir zu Menschen, die tatkräftig mithelfen, unsere Welt besser, schöner, gerechter und lebenswerter zu gestalten. Wir Christen sind Menschen der aufgehenden Sonne. Für Menschen, die ihre Hoffnung nur auf dieses Leben setzen, geht die Sonne unter.

An uns hoffenden Christen wird die Weissagung des Propheten Jesaia herrlich in Erfüllung gehen: „Alle Menschen werden das Heil sehen, das von Gott kommt!“  

Dokumentarfilm zur NS-Zeit

Rumänien aktuelle Nachrichten - Sa, 12/08/2018 - 23:21
Bukarest – Am Montag, den 10. Dezember, um 18 Uhr wird im Kulturhaus „Friedrich Schiller“ (Str. Batistei 15) der Dokumentarfilm „Leiter in der Löwengrube“ von Bernhard Rammerstorfer gezeigt. Er schildert die Lebensgeschichte des 2013  107-jährig verstorbenen österreichischen KZ-Überlebenden Leopold Engleitner, der wegen seiner religiösen Überzeugung – er war Zeuge Jehovas – den Dienst in der Deutschen Wehrmacht verweigerte und in drei Konzentrationslagern interniert war. Trotz schwerer Misshandlungen blieb dieser auch dort seinem Gewissen treu.

Der 16-fach international ausgezeichnete Film wurde mithilfe des Österreichischen Kulturforums Bukarest ins Rumänische übersetzt. Prof. Dr. Mariana-Virginia Lăzărescu führt mit einem Impulsvortrag in die Veranstaltung ein. Organisator: Österreichisches Kulturforum Bukarest und Österreich-Bibliothek. Veranstaltungssprache: Deutsch und Rumänisch. Der Eintritt ist frei.

Regierungsumbildung: Premierministerin wendet sich an VG

Rumänien aktuelle Nachrichten - Sa, 12/08/2018 - 03:00
Bukarest (ADZ) - Premierministerin Viorica Dăncilă hat am Freitag zu Beginn der Kabinettssitzung angekündigt, dass die Regierung das Verfassungsgericht (VG) wegen den ausstehenden Entscheidungen von Präsident Klaus Johannis zu zwei Ministerernennungen eingeschaltet habe. Dăncilă gab an, dass die „unerwünschte“ Maßnahme getroffen worden sei, um eine „vom Präsidenten erzeugten Blockade“ zu lösen.

Noch am Freitag erklärte das Staatsoberhaupt der Presse, dass das VG das Problem nicht lösen könne, es handele sich „nicht um ein verfassungsmäßiges, sondern ein politisches“ Problem. Da es soweit gekommen sei, werde er aber „den Beschluss des VG abwarten“ und danach „verfassungskonform“ vorgehen. Die Regierungstätigkeit sieht der Präsident nicht blockiert und verwies auf eine Aussage von Donnerstag des Transportministers Lucian Șova, der seiner Amtstätigkeit nachgehe, bis die Entlassung im Amtsblatt erscheine.

In Folge der Regierungsumbildung von Ende November sowie der zum Teil von Klaus Johannis abgelehnten Ministerernennungen ist die Besetzung der Ämter für das Entwicklungs- und Transportressort – nominiert sind Lia Olguța Vasilescu bzw. Mircea Drăghici – weiterhin ungelöst.  

Mindestlohn soll auf 270 Euro netto steigen

Rumänien aktuelle Nachrichten - Sa, 12/08/2018 - 02:40
Bukarest (ADZ) - Der Mindestlohn soll ab dem 1. Januar 2019 auf monatlich 2080 Lei brutto (etwa 1270 Lei bzw. 270 Euro netto) steigen. Dies geht aus einem Entwurf für einen Regierungsbeschluss, dessen Absegnung für die Regierungssitzung am Freitagnachmittag anberaumt wurde, hervor.

Für Personen mit einer Hochschulausbildung und mindestens einem Jahr Berufserfahrung ist ein Mindestlohn von 2350 Lei brutto (rund 1420 Lei bzw. 305 Euro netto) vorgesehen, allerdings nur, wenn diese einen Posten belegen, welcher eine akademische Bildung voraussetzt. Für Angestellte mit 15-jähriger Berufserfahrung ist kein gesonderter Mindestlohn mehr vorgesehen. Regierungschefin Viorica Dăncilă erklärte am Donnerstag, dass das einzige Kriterium für die Differenzierung des Mindestlohns die Ausbildung sein werde.

Entsprechend dem vom Wirtschafts- und Sozialbeirat (CES) entworfenen Beschluss wird der Mindeststundenlohn ab kommendem Jahr bei 12,43 Lei brutto (etwa 2,7 Euro) liegen. Zurzeit sind laut CES 1,38 Millionen Arbeitsverträge (von etwa 5,35 Mio.) bis einschließlich 1900 Lei brutto registriert. Für Bruttoeinkommen zwischen 1900 und 2080 Lei arbeiten eine weitere Million Angestellte.  

Vorläufig keine DVO zu Amnestie und Begnadigung

Rumänien aktuelle Nachrichten - Sa, 12/08/2018 - 02:31
Bukarest (ADZ) – Nach einem Treffen mit dem PSD-Vorsitzenden Liviu Dragnea hat Premierministerin Viorica Dăncilă am Donnerstag erklärt, dass ihr kein Entwurf für eine Dringlichkeitsverordnung der Regierung im Bereich der Amnestie und der Begnadigung vorliegt.

Die Verabschiedung einer Dringlichkeitsverordnung (DVO) noch vor Jahresende sei laut Dăncilă ausgeschlossen. Auch habe sie mit niemandem über ein solches Vorhaben gesprochen. Sie wisse nicht, ob ein Anlass hierzu überhaupt bestehe. Das Führungsgremium der Sozial-Demokratischen Partei könne allerdings darüber beraten, das könne die Regierungschefin noch nicht wissen. Sie habe zwar die diesbezüglichen Optionen ihrer Parteikollegen gehört, deren Recht auf Meinung erkenne sie auch an, aber vorläufig werde ihr Kabinett eine solche Verordnung nicht verabschieden. Gerüchten zufolge wollte die Regierungskoalition noch vor Weihnachten eine Dringlichkeitsverordnung verabschieden lassen, wonach gewisse Straftatbestände und bereits verurteilte Straftäter entweder amnestiert oder begnadigt werden sollten. Die Regelung sollte unter anderem auch dem bereits verurteilten Liviu Dragnea zugutekommen.  

Șova: U-Bahn- Gewerkschaft erpresst Metrorex

Rumänien aktuelle Nachrichten - Sa, 12/08/2018 - 02:30
Bukarest (ADZ) – Transportminister Lucian Șova hat die freie U-Bahn-Gewerkschaft „Unitatea“ unter der Leitung von Ioan Rădoi am Donnerstag beschuldigt, die Metrorex-Gesellschaft mit Forderungen von Gehaltserhöhungen um 40 Prozent und Drohungen mit einem Vollstreik erpresst zu haben. Nach etlichen Verhandlungen zwischen den Teilen ist nun eine Gehaltserhöhung von 20 Prozent für die Angestellten von Metrorex festgelegt worden, die zusätzlichen Kosten sollen jedoch, auf Șovas Beschluss, ab nächstem Jahr durch einen erhöhten Fahrkarten-Preis ausgeglichen und nicht in die staatliche Haushaltskasse aufgenommen werden.  

Digitale Entgiftungskur in der Mărginimea Sibiului

Rumänien aktuelle Nachrichten - Sa, 12/08/2018 - 02:20
Bukarest (ADZ) – Die Stadt Hermannstadt/Sibiu gehört zu den gastronomischen Top-Reisezielen für das Jahr 2019. Dies teilte die Fachzeitschrift „National Geographic Traveller“ mit. Hermannstadt biete nicht nur eine besondere kulinarische Vielfalt an, lohnend seien auch das Stadtbild und das reichhaltige Kulturangebot, hieß es. Zu den empfohlenen gastronomischen Reisezielen gehören in Europa die französische Insel Korsika, die britische Region West Yorkshire und die italienische Stadt Matera in der Region Basilikata.

Gleichzeitig empfiehlt ein europäisches Fachportal das als Mărginimea Sibiului bekannte Hermannstädter Umland als eine Destination für die in Mode gekommenen Kuren für digitale Entgiftung (Digital Detox). In den 18 Ortschaften, die zur Mărginimea Sibiului gehören, könne man eine digitale Entgiftung in der Mitte der Natur vornehmen. Die Region lade dazu ein, das Handy wegzulegen und sich von sozialen Medien abzumelden. Man könne die Berge, die lokale Gastronomie und die unverfälschte Kulturlandschaft genießen.  

Studiengang gegen Abwanderung ins Ausland

Rumänien aktuelle Nachrichten - Sa, 12/08/2018 - 01:44
Brain-Drain: Die Bezeichnung steht für eine Art Völkerwanderung der Fachkräfte. Seien es nun Ärzte, Ingenieure oder Jung-Manager: Vor allem aus osteuropäischen Ländern zieht es gut ausgebildete Experten in den Westen, wegen der höheren Gehälter dort, aber wegen auch den besseren Lebensbedingungen. Beispiel Rumänien: Vorsichtigen Schätzungen zufolge haben seit dem EU-Beitritt 2007 um die drei Millionen Menschen die Koffer gepackt und sind Richtung Westen gezogen, darunter auch viele Fachkräfte. Die allerdings fehlen dann in ihrem eigenen Land. Wie aber gegensteuern? Vielleicht mit einem eigens dafür konzipierten Studiengang, der den Absolventen gute Karrierechancen in ihrem eigenen Land bietet - ein Studiengang, der dazu auch noch komplett in Deutsch angeboten wird.
„Und hier haben wir die Koeffizienten zweiten Grades: Alfa hoch zwei Alfa minus drei... so ist dann diese Gleichung umzuschreiben.“ „Das kann man einfach mit Delta lösen, oder? - Ja, die Deutschen nennen das die BQ-Formel...“

Am Anfang steht... viel Mathematik. Einführungs-Vorlesung im Bachelor-Studiengang „Rechnungswesen und Wirtschaftsinformatik“ an der Westuniversität Temeswar. Das Außergewöhnliche daran: Der Studiengang wird an einer rumänischen Uni komplett auf Deutsch angeboten.
„Ich spreche Deutsch, seit ich klein war.“ „Ich habe hier ein deutsches Abitur geschrieben. Und ich wollte dann halt in deutscher Sprache weiter studieren. Und ich wollte nicht nach Deutschland ziehen.“ Soweit Siandra Leucuș und Larissa Purtător - zwei von insgesamt 43 Studierenden, die sich für den deutschsprachigen Studiengang entschieden haben, obwohl die meisten Rumäninnen und Rumänen sind. Aber: Gerade im Westen des Landes ist Deutsch lange Zeit als zweite Sprache neben dem Rumänischen weit verbreitet gewesen. Heute werden die von den Banater Schwaben gegründeten deutschsprachigen Gymnasien von vielen jungen Rumäninnen und Rumänen besucht.

Das wird aber zunehmend zum Problem: „Es gehen natürlich immer noch gleich nach dem Abitur, grade die Guten, zum Studieren, ins Ausland. Und die sehen wir dann meiner Meinung nach nur noch zu einem Bruchteil wieder“, so Peter Hochmuth, Vorsitzender des Deutschsprachigen Wirtschaftsclubs „Banat“ in Rumänien, einer Investorenvereinigung. Der Brain-Drain, also die Abwanderung der deutschsprachigen Schulabsolventen, bereitet den Investoren bei der Suche nach akademisch ausgebildeten Fachkräften zunehmend Probleme. Nun macht der deutschsprachige Studiengang „Rechnungswesen und Wirtschaftsinformatik“ Hoffnung auf eine Trendumkehr. Beatrix Popoviciu gehört zu den ersten Absolventen, Siandra Leucuș ist noch mitten drin im Studium: „Ich wollte mein Studium in deutscher Sprache machen. Aber ich wollte nicht nach Deutschland ziehen.“ „Bei mir ist es so: Ich habe eine kleine Familie, ich möchte bei denen bleiben und hier arbeiten. Es sind so viele Möglichkeiten hier in Rumänien und auch in Temeswar. Man hat echt gute Chancen!“ so Beatrix Popoviciu. Und: „Es sind wenige hier in Rumänien, die sehr gut Deutsch sprechen und die auch gut im Bereich Wirtschaft sind. Und ich habe auch gesehen, dass es viele deutsche Unternehmen gibt, die uns sozusagen suchen.“

Von den ersten 20 Absolventen, die kürzlich mit dem Bachelor abgeschlossen haben, entschied sich gerade mal ein einziger, nach Deutschland zu gehen. Das hat mit der besonderen Konzeption des Studiengangs zu tun. Einmal besteht eine sehr enge Zusammenarbeit zwischen der Uni und den deutschen Investoren im Westen Rumäniens: „Sie bieten uns zahlreiche Praktikumsplätze an.“

Und das sei, so Uni-Lektorin Cristina Circa, für viele bereits der Einstieg in ihren zukünftigen Job. Hinzu kommt ein Weiteres: Wer sich für den deutschsprachigen Studiengang entscheidet, kann, wenn er dies möchte, auch für zwei Semester an die Hochschule für Technik und Wirtschaft Karlsruhe gehen und dann neben dem rumänischen auch einen deutschen Abschluss machen. Dabei soll aber verhindert werden, dass die rumänischen Studierenden gleich ganz in Karlsruhe bleiben und nicht mehr nach Rumänien zurückkehren. Professor Franz Quint, selbst in Rumänien geboren, ist in Karlsruhe Prorektor für Forschung und Lehre: „Natürlich, durch die Konzeption des Studiengangs, dass wir den Aufenthalt in Karlsruhe nicht am Ende, sondern in der Mitte des Studiums platziert haben und die Studierenden danach wieder nach Temeswar zurückkommen, um ihren Abschluss zu machen, sind die dann wieder dort und können dann dort eine Arbeitsstelle finden.“

Dabei ist der Austausch keine Einbahnstraße: Grundsätzlich können auch „Wessis“ den deutschsprachigen Studiengang in Rumänien belegen. Patrick Lauinger aus Karlsruhe absolviert in Temeswar zwei Semester: „Andere Leute kennenlernen, andere Mentalitäten: Durch die Internationalisierung hat man mit vielen Völkern zu tun. Und da sollte man solche Möglichkeiten wahrnehmen.“  

Liviu Dragnea weiterhin Vorsitzender der Abgeordnetenkammer

Rumänien aktuelle Nachrichten - Fr, 12/07/2018 - 03:00
Bukarest (ADZ) - Die PNL hat am Mittwoch versucht, den Vorsitzenden der Abgeordnetenkammer, Liviu Dragnea, sowie den PSD-Vizepräsidenten der Kammer, Florin Iordache, aus ihren Ämtern zu entfernen. Der Versuch scheiterte, nachdem ein PNL-Stellvertreter, der Abgeordnete Marilen Pirtea, die Leitung der Sitzung übernahm und mehrmals über die von der PNL eingebrachten Vorschläge zur Absetzung der beiden sozial-demokratischen Politiker abstimmen ließ. Schließlich beendete Florin Iordache die Sitzung, da kein Quorum vorhanden war.

Für Liviu Dragnea war der Versuch, ihn zu stürzen, ein von Präsident Klaus Johannis koordiniertes Manöver. Johannis wolle sich auch die Macht im Parlament unter den Nagel reißen, sagte Dragnea. Das Staatsoberhaupt erklärte im Verlaufe des Tages, er habe mit dem Sturzversuch nichts zu tun, würde aber einen neuen Anlauf begrüßen und hoffe die Opposition werde erfolgreich sein.

In Brüssel, wo sie am Mittwoch weilte, sagte Premierministerin Viorica Dăncilă, dass die Regierung überhaupt kein Problem mit der parlamentarischen Mehrheit habe. Die Opposition müsse allerdings mehr Verantwortung zeigen und während die Regierung in der EU-Hauptstadt über wichtige Anliegen verhandele von einem „derartigen Zirkus” absehen. Man könne die Regierung auswechseln, wenn eine wirkliche Mehrheit dafür bestehe, sich das Volk dies wünsche und man dessen Vertrauen gewinne, so Dăncilă.

Der Sturzversuch erfolgte, nachdem am Montag vier PSD-Abgeordnete zur Partei des ehemaligen Premiers Victor Ponta übergelaufen waren, doch das Kalkül der PNL ging nicht auf. Zwar wolle er das jetzige Kabinett los haben, er werde jedoch nicht Hand anlegen, um einer künftigen Regierung unter dem PNL-Vorsitzenden Ludovic Orban den Weg zu ebnen, hatte Ponta erklärt.  

Schwieriger Vorsitz im Rat der EU steht an

Rumänien aktuelle Nachrichten - Fr, 12/07/2018 - 02:50
Bukarest/Brüssel (ADZ) - EU-Kommissionspräsident Jean Claude Juncker hat die rumänische Regierung am Mittwoch auf eine schwierige EU-Ratspräsidentschaft eingestimmt. Rumäniens Vorsitz im Rat der Europäischen Union fällt in eine Zeit, die „entscheidend für die Zukunft der EU“ sein werde, das Land stehe vor extrem schwierigen Aufgaben, so Juncker in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Premierministerin Viorica Dăncilă und EU-Kommissarin Corina Crețu. Am 30. März kommenden Jahres steht der Austritt des Vereinigten Königreiches aus der EU an, im Mai ist die nächste Europawahl sowie der EU-Gipfel in Hermannstadt/Sibiu anberaumt. Da das Europäische Parlament im Verlaufe des Monats April seine Arbeit einstellen werde, verbleiben effektiv vier sinnvolle Monate für die rumänische Ratspräsidentschaft, so Juncker, der sich zuversichtlich zeigte, dass die „gut vorbereiteten Minister“ die nötigen Aufgaben meistern werden.

Juncker erklärte auch, dass weiterhin „Meinungsverschiedenheiten“ bezüglich des Rechtsstaats bestünden, diese betreffen aber hauptsächlich die bilateralen Beziehungen Rumäniens mit der EU-Kommission und der EU, nicht die Ratspräsidentschaft.  

Erhöhungen von Gehälter und Renten auch 2019

Rumänien aktuelle Nachrichten - Fr, 12/07/2018 - 02:40
Bukarest (ADZ) - Finanzminister Eugen Teodorovici hat am Mittwoch alle Gerüchte dementiert, wonach 2019 die Gehälter im öffentlichen Dienst und die Renten auf dem Niveau von 2018 eingefroren werden sollen. Die Regierung arbeite gegenwärtig am Entwurf des Staatshaushaltes für das kommende Jahr und man werde das 2017 verabschiedete Gesetz zur Entlohnung im öffentlichen Dienst einhalten. Dies bedeute, so Teodorovici, dass die Grundgehälter der Staatsangestellten 2019 steigen werden, genau so wie es das Gesetz Nr. 153/2017 vorschreibe. Ähnliches gelte auch für die Renten, der Wert des Rentenpunkts werde am 1. September 2019 um 15 Prozent steigen.

Das PSD-ALDE-Kabinett halte auch an den Urlaubstickets fest, die heuer den Staatsbediensteten zur Verfügung gestellt wurden. 2019 werde man erneut eine Unterstützung von 1450 Lei für Ferienaufenthalte im Inland gewähren, da die Maßnahme positive Wirkungen gezeitigt habe, sagte der Finanzminister. Jedoch wolle die Regierung nicht so wie angekündigt, die Summe den Angestellten des öffentlichen Dienstes einfach überweisen, sondern weiterhin die Karten benutzen, die 2018 verteilt wurden.  

Keine Ausnahmen für Minderheiten bei Geldwäsche

Rumänien aktuelle Nachrichten - Fr, 12/07/2018 - 02:30
Bukarest (ADZ) - Das Verfassungsgericht (VG) hat am Mittwoch einstimmig beschlossen, dass eine Sonderregelung für Minderheitenverbände aus dem Gesetz zur Bekämpfung von Geldwäsche verfassungswidrig ist. Die Oppositionsparteien PNL und USR hatten eine Verfassungsbeschwerde eingelegt, u. a. weil entsprechend dem Gesetz zur Umsetzung der EU-Richtlinie zur Geldwäschebekämpfung NGOs verpflichtet werden alle ihre Leistungsempfänger zu melden. Minderheitenverbände waren von dieser Regelung explizit ausgeschlossen. Die weiteren Bestimmungen, gegen die Beschwerde eingelegt wurde, erachtet das VG als verfassungskonform.  

Johannis stellt nationales Bildungskonzept vor

Rumänien aktuelle Nachrichten - Fr, 12/07/2018 - 02:20
Bukarest (ADZ) - Am Mittwoch stellte Staatspräsident Klaus Johannis das strategische Bildungsprogramm „România educată“ (gebildetes Rumänien) vor, in dem neue Konzepte für nationale Erziehung und Ausbildung erarbeitet wurden. Gefördert werden soll die Einrichtung von Krippen und Tagesstätten mit Zugang zu medizinischen, logopädischen und psychologischen Leistungen seitens des Staats als auch größerer Firmen.

Vorgeschlagene Änderungen im Schulsystem sind vereinheitlichte Prüfungen auf nationalem Niveau in jedem Semester sowie zum Abschluss der achten Klasse. In das Bewertungssystem für die Aufnahme ins Lyzeum sollen die Semesterprüfungen, das Abschlussexamen und der Notendurchschnitt der Klassen 5 bis 8 zu je einem Drittel einfließen. Die dreijährige Lyzeumsausbildung soll in drei Schienen möglich sein: zur bisherigen Form (theoretisches Bakkalaureat) kommt eine professionelle und eine berufsbildende Schiene im dualen System mit Unterstützung von Unternehmen hinzu.  

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