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Glyphosat-Gutachten, Twitters Overblocking, Ausgeblitzt

Deutschland Aktuelle Nachrichten - Di, 05/07/2019 - 08:54

1. Antwort per Allgemeinverfügung: Glyphosat-Gutachten wird herausgegeben
(fragdenstaat.de, Arne Semsrott)
Auf Druck der „Frag den Staat“-Aktivisten muss das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sein unter dem Tisch gehaltenes Glyphosat-Gutachten rausrücken. Zumindest an die tausenden von Personen, die eine Anfrage über „Frag den Staat“ in Gang gesetzt hatten. Die Antragsteller würden individuelle Zugangscodes für eine Website mit dem Gutachten erhalten, denn es bestehe weiterhin ein Veröffentlichungsverbot. Arne Semsrott kommentiert: „Alle rund 40.000 Personen, die ein Gutachten angefragt haben – und alle, die es noch anfragen – erhalten das Dokument. Uns soll aber trotzdem verboten bleiben, es zu veröffentlichen. Das ist schlicht und einfach absurd.“

2. „Gut gemeint, schlecht umgesetzt“
(taz.de Carolina Schwarz)
Die „taz“ hat mit Karolin Schwarz über das sogenannte Overblocking bei Twitter gesprochen, mit dem der Mikrobloggingdienst gegen unschuldige Accounts vorgeht. Twitters Meldefunktion werde missbraucht. Es sei ein klassischer Fall von „gut gemeint, aber nicht gut umgesetzt.“

3. Allein gelassen
(sueddeutsche.de, Benedikt Frank)
Als Netflix die Serie „Tote Mädchen lügen nicht“ veröffentlichte, in der es um einen Suizid geht, befürchteten Psychologen Nachahmungstaten. Keine unberechtigte Sorge, wie sich nun herausstellt. Nach dem Start der Serie hätten Suizide unter US-Teenagern laut einer Studie stark zugenommen.

4. Keine Blitzermeldungen mehr auf radioeins
(radioeins.de)
Radio Eins hat die Blitzermeldungen aus dem Programm geschmissen. Nachrichtenchef Jan Vesper bezeichnet sie als nicht mehr zeitgemäß. Die Verkehrsunfallstatistik für Berlin und Brandenburg sehe sehr düster aus. Eine der Hauptunfallursachen sei Raserei. Außerdem habe man nur noch selten Blitzermeldungen von Hörern erhalten, was die fehlende Akzeptanz bei den Hörern nahelege.

5. Hurra, es ist kein Mädchen!
(uebermedien.de, Mats Schönauer)
Prinz Harry und Herzogin Meghan haben einen Jungen bekommen. Anlass für Society-Experte Mats Schönauer einen Blick in die Ankündigungs-Schlagzeilen der Regenbogenpresse zu werfen: „Hurra, es ist kein Mädchen!“

6. Starbucks-Becher in „Game of Thrones“-Folge: Sender klärt auf
(dnn.de)
Üble Schleichwerbung oder ein Versehen: In einer Folge der Fantasy-Serie „Game of Thrones“ taucht ein Papp-Kaffeebecher mit Plastikdeckel einer internationalen Kaffeekette auf. Der Sender HBO kommentiert: „Der Latte, der in der Episode auftaucht, war ein Fehler. Daenerys hatte eigentlich einen Kräutertee bestellt.“ Auch die Kaffeekette nutzt die Gunst der Stunde für eine launige Bemerkung: „Um ehrlich zu sein, wir sind überrascht, dass sie keinen Dragon Drink bestellt hat.“

7. Live-Mitschnitt unserer BILDblog-Jubiläumsveranstaltung
(facebook.com/republica/)
IN EIGENER SACHE: Ihr konntet gestern nicht auf der „Republica“ sein oder habt den Livestream verpasst? Kein Problem: Hier gibt es den Mitschnitt unserer Session: Es ist ein wilder Ritt durch 15 Jahre „Bild“- und Boulevardbeobachtung, mit den übelsten Kampagnen, der schlimmsten Hetze und dem falschesten Katzenbenzin. Viel Spaß!

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Twitters Sperr-Wut, Kevin Kühnerts Abiturprüfung, Duell um „Motorwelt“

Deutschland Aktuelle Nachrichten - Mo, 05/06/2019 - 08:54

1. Twitter sperrt erste Accounts wegen Wahlwitzen
(golem.de, Friedhelm Greis)
Twitter hat Nutzer gesperrt, weil sie Wahlwitze mit Bezug zur AfD gemacht haben. Der bekannte IT-Rechtsanwalt Thomas Stadler wurde wegen einer drei Jahre alten Äußerung gesperrt, die er ausdrücklich mit einem Zwinkersmiley als ironisch gekennzeichnet hatte. Siehe dazu auch „Twitter sperrt meinen Account wegen eines drei Jahre alten Tweets“. Auch die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli hatte es erwischt. Siehe dazu auch: Twitter sperrte zwischenzeitlich Account von SPD-Politikerin Chebli (spiegel.de).

2. Wie sich öffentlich-rechtliche Angebote verändern
(deutschlandfunkkultur.de, Tim Wiese)
Seit dem 1. Mai gilt der neue Rundfunkstaatsvertrag, und mit ihm gelten für ARD, ZDF und Deutschlandradio neue Regeln im Netz. Texte würden auf den öffentlich-rechtlichen Portalen immer weniger eine Rolle spielen, so der Medienjournalist Daniel Bouhs. Dafür dürfen die öffentlich-rechtlichen Sender nun auch Plattformen wie Facebook, Youtube oder Instagram mit speziell dafür entwickelten Inhalten bespielen. Die Hinwendung zu den sozialen Netzwerken berge jedoch Gefahren, so Bouhs.

3. In Hamburg durchgefallen
(faz.net, Patrick Bahners)
Das Interview der „Zeit“ mit dem Juso-Chef Kevin Kühnert hat wegen dessen Äußerungen zu Enteignungen für viel Aufsehen gesorgt. Patrick Bahners fragt sich, wer die Enteignungen ins Gespräch gebracht hat und kommentiert: „Es war wie eine Abiturprüfung — hier zwei unterschütterliche Routiniers, dort ein gewitzter Prüfling.“

4. Duell um die „Motorwelt“
(sueddeutsche.de, Uwe Ritzer)
Die Mitgliederzeitschrift „ADAC Motorwelt“ ist mit einer Druckauflage von 14 Millionen Exemplaren Europas auflagenstärkste Zeitschrift. Der ADAC hatte bereits vor längerer Zeit Umbau- und Sparmaßnahmen angekündigt. Anscheinend soll von 2020 an der Medienkonzern Burda das Mitgliedermagazin produzieren und vertreiben. Aber auch Springer sei an dem lukrativen Deal interessiert.

5. Überfall auf Enthüllungsjournalist
(taz.de, Bernhard Clasen)
In der Ukraine ist ein Journalist von Unbekannten überfallen und schwer verletzt worden. Man vermutet einen Zusammenhang mit seinen Recherchen zum Thema Korruption städtischer Beamter. Vor drei Jahren hatte es schon den Versuch gegeben, ihn zu erschießen. Nun liegt er schwer verletzt im Koma und ringt um sein Leben.

6. Tausche Liebe gegen Geld
(zeit.de, Meike Laaf)
Die Podcastszene professionalisiert sich. Das hat Vor-, aber auch Nachteile, denn jetzt geht es auf einmal ums große Geld. Unternehmen wie Luminary und Spotify pumpen gewaltige Beträge ins System und sperren ihre Podcasts hinter Paywalls und Anmeldeschranken. Meike Lauf analysiert die Situation und erklärt die Vermarktungswege.

7. BILDblog auf der re:publica: Best-/Worst-of 15 Jahre BILDblog
(19.re-publica.com)
IN EIGENER SACHE: Wir bespielen heute Abend um 20 Uhr Stage 2 auf der re:publica in Berlin. Es wird ein wilder Ritt durch 15 Jahre „Bild“- und Boulevardbeobachtung, mit den übelsten Kampagnen, der schlimmsten Hetze und dem falschesten Katzenbenzin. Kommt gerne vorbei. Wir freuen uns auf Euch!

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